Leichtes E-Glasgewebe mit 49 g/m² für dünne Beschichtungs-, Oberflächen- und Decklagen.
Geeignet für Holz- und Furnierbeschichtungen, Tragflächen im Modellflugzeugbau sowie leichte GFK- und Sandwichbauteile. Die Breite von 110 cm bietet eine gute Handhabung bei kleineren bis mittleren Bauteilen und ermöglicht dünne Glasfaserverstärkungen bei geringem zusätzlichem Gewicht.
International Style 1080 (vormals Interglas 02037) mit Finish FE 800 ist ein feines E-Glasgewebe in Leinwandbindung. Mit einem Flächengewicht von 49 g/m² eignet es sich besonders für leichte Beschichtungs- und Decklagen, bei denen eine dünne Glasfaserverstärkung mit geringem Materialauftrag gefordert ist.
| International Style |
1080 (vormals Interglas 02037) |
| Fasertyp |
E-Glas |
| Flächengewicht |
49 g/m² |
| Finish |
FE 800 |
| Webart |
toile |
| Garn Kette / Schuss |
EC 5-11 / EC 5-11 |
| Fadenzahl Kette / Schuss |
23,7 / 18,5 Fd./cm |
| Gewebedicke |
ca. 0,06 mm |
| Breite |
110 cm |
Vorteile des Gewebes
Mit 49 g/m² bietet International Style 1080 eine leichte Glasfaserverstärkung für Anwendungen, bei denen eine geringe Laminatdicke und ein niedriger zusätzlicher Materialauftrag wichtig sind. Gegenüber sehr leichten Glasgeweben ermöglicht das höhere Flächengewicht einen etwas stärkeren Faserauftrag je Lage, ohne den Charakter eines feinen Beschichtungs- und Decklagengewebes zu verlieren.
Die feine Leinwandbindung sorgt für eine gleichmäßige Gewebestruktur. Aufgrund der unterschiedlichen Fadenzahlen von 23,7 Fd./cm in Kettrichtung und 18,5 Fd./cm in Schussrichtung ist der Gewebeaufbau nicht vollständig symmetrisch.
Die hohe Anzahl an Fadenkreuzungen der Leinwandbindung ergibt eine gute Schiebefestigkeit. Dadurch lässt sich das Gewebe beim Zuschneiden und Positionieren vergleichsweise verzugsarm handhaben.
Anwendungsgebiet
Das 49-g/m²-Glasgewebe eignet sich für leichte Beschichtungs-, Oberflächen- und Decklagen sowie für dünne GFK-Laminate. Es wird insbesondere eingesetzt, wenn eine feine Glasfaserverstärkung gewünscht ist, gleichzeitig aber ein höherer Faserauftrag je Lage als bei sehr leichten Geweben erforderlich ist.
Typische Anwendungen:
- Beschichtung und Verstärkung von Holz- und Furnieroberflächen
- Tragflächen und leichte Bauteile im Modellflugzeugbau
- Decklagen auf Waben- und Sandwichbauteilen
- Dünne Oberflächen- und Decklagen in GFK-Laminaten
- Leichte Modellbau- und Composite-Bauteile
- Leiterplatten und technische Laminate
Geeignete Harzsysteme
Das Glasgewebe kann mit geeigneten Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharzen verarbeitet werden. Für dünne Laminataufbauten und Beschichtungen sind niedrigviskose Laminierharze vorteilhaft, da sie eine gleichmäßige Tränkung des feinen Gewebes erleichtern.
Für Holz- und Furnierbeschichtungen sowie höher beanspruchte Leichtbauanwendungen werden häufig Epoxidharzsysteme eingesetzt, insbesondere wenn eine gute Haftung auf dem Untergrund und hohe mechanische Eigenschaften gefordert sind.
Rechnerische Daten für Handlaminate mit 35 Vol.-% Fasern
| Harzverbrauch |
39 g/m² |
| Laminatdicke |
0,054 mm |
| Laminatgewicht |
88 g/m² |
Vorteile der Breite 110 cm
Die Breite von 110 cm ist besonders zweckmäßig für kleinere und mittlere Bauteile, Tragflächen, Modellbauteile sowie schmalere Holz- und Furnierflächen. Das Gewebe lässt sich in dieser Breite gut auslegen, positionieren und zuschneiden.
Wenn die Bauteilgeometrie keine größere Materialbreite erfordert, kann die 110-cm-Ausführung eine gute Materialausnutzung ermöglichen und den Verschnitt gegenüber einer breiteren Variante reduzieren.
Technische Hinweise
Verarbeitung
Das trockene Gewebe sollte sorgfältig zugeschnitten und möglichst verzugsfrei positioniert werden. Die Leinwandbindung bietet eine gute Schiebefestigkeit und erleichtert dadurch die Handhabung des feinen Gewebes.
Harzauftrag
Das Harz gleichmäßig und dem Gewebe entsprechend sparsam aufbringen. Ein unnötiger Harzüberschuss erhöht Laminatgewicht und -dicke, ohne den Faseranteil oder die faserbedingte Verstärkungswirkung zu erhöhen.
Beschichtung von Holz und Furnier
Das geringe Flächengewicht ermöglicht eine dünne Glasfaserverstärkung mit vergleichsweise geringer zusätzlicher Masse. Der Untergrund sollte sauber, trocken und für das verwendete Harzsystem geeignet sein.
Sandwichbauteile
Das Gewebe kann für leichte Decklagen von Sandwichkonstruktionen eingesetzt werden. Der erforderliche Lagenaufbau richtet sich nach Kernwerkstoff, Bauteilgeometrie und mechanischer Beanspruchung und kann nicht allein aus dem Flächengewicht des Gewebes abgeleitet werden.
Leinwandbindung
Die Leinwandbindung zeichnet sich durch eine hohe Anzahl von Fadenkreuzungen und damit eine gute Schiebefestigkeit aus. Dies erleichtert das verzugsarme Zuschneiden und Handhaben. Für stark dreidimensional geformte Bauteile sind Köper- oder Atlasbindungen in der Regel besser drapierbar.