Feines C-Glas-Oberflächenvlies mit 30 g/m² – für glattere Composite-Oberflächen, weniger Faserabzeichnung und reduzierten Nachbearbeitungsaufwand.
Das fein aufgebaute Glasvlies wird als oberflächennahe Lage in GFK- und anderen Faserverbundlaminaten eingesetzt. Es kaschiert die Struktur gröberer Gewebe und Gelege, unterstützt eine gleichmäßige Harzverteilung und ermöglicht eine homogene, hochwertige Bauteiloberfläche. Geeignet für Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze.
Das Glasvlies 30 g/m² besteht aus feinen, regellos angeordneten C-Glasfasern. Als dünne Oberflächenlage zwischen Bauteiloberfläche und der eigentlichen tragenden Verstärkung reduziert es das sichtbare Durchzeichnen von Geweben, Gelegen und anderen gröberen Verstärkungsstrukturen.
Die feine Wirrfaserstruktur nimmt Harz gleichmäßig auf und bildet eine homogene, harzreiche Decklage. Dadurch lässt sich bereits im Laminataufbau eine deutlich gleichmäßigere Oberfläche erzeugen. Schleif-, Spachtel- und Lackierarbeiten können dadurch reduziert werden – besonders bei hochwertigen Sichtflächen und Bauteilen, bei denen eine saubere Oberflächenqualität wichtig ist.
Zusätzlich verbessert das Vlies die Widerstandsfähigkeit der oberflächennahen Laminatschicht gegen leichte mechanische Beanspruchungen und Abrieb. Mit nur 30 g/m² bleibt der zusätzliche Material- und Gewichtsaufwand gering.
| Material | C-Glasfasern |
| Faseranordnung | Wirrfaserstruktur |
| Flächengewicht | 30 g/m² |
| Breite | 100 cm |
| Dicke | ca. 0,30 mm |
| Höchstzugkraft längs | 35 N / 50 mm |
| Höchstzugkraft quer | 20 N / 50 mm |
| Dehnung bei Höchstzugkraft | ca. 1 % |
| Typischer Harzverbrauch | ca. 50–120 g/m², anwendungsabhängig |
Vorteile des Glasvlieses
- erzeugt eine feine und gleichmäßige Laminatoberfläche
- reduziert das Durchzeichnen von Geweben und Gelegen
- unterstützt eine gleichmäßige Harzverteilung in der Oberflächenlage
- kann Schleif-, Spachtel- und Lackieraufwand deutlich reduzieren
- verbessert die Abriebfestigkeit der oberflächennahen Laminatschicht
- nur 30 g/m² zusätzliches Flächengewicht
- geeignet für Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze
Anwendungsgebiet
Das Glasvlies wird überall dort eingesetzt, wo neben den mechanischen Eigenschaften des Laminats auch eine hochwertige und gleichmäßige Oberfläche gefordert ist. Es wird oberflächennah vor der eigentlichen tragenden Verstärkung angeordnet und bildet nach dem Tränken eine feine Zwischenschicht zwischen Oberfläche und gröberem Verstärkungsmaterial.
Typische Anwendungen:
- Formen- und Werkzeugbau
- Construction de bateaux et de yachts
- Fahrzeugbau und Motorsport
- Verkleidungen, Abdeckungen und Schalen
- Maschinen- und Anlagenbau
- Windenergie und technische Composite-Bauteile
- Reparaturen und Oberflächenoptimierung bestehender Laminate
Geeignete Harzsysteme
Das Glasvlies kann mit geeigneten Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharzen verarbeitet werden. Die feine Faserstruktur nimmt das Harz gleichmäßig auf und lässt sich vollständig in die oberflächennahe Laminatschicht integrieren.
Der typische Harzverbrauch liegt je nach Anwendung, Harzsystem und gewünschter Oberflächenstruktur bei etwa 50–120 g/m².
Welches Oberflächenvlies ist das richtige?
| Ausführung | Breite | Charakter | Typischer Einsatz |
| Optiveil™ 17 g/m² → | 127 cm | sehr leicht | besonders dünne Oberflächen- und Trägerlagen mit minimalem Zusatzgewicht |
| C-Glasvlies 30 g/m² | 100 cm | Oberflächenvlies | hochwertige Oberflächen, Reduzierung von Faserabzeichnung und Nacharbeit |
| Optiveil™ 30 g/m² → | 127 cm | kräftigeres E-Glasvlies | Oberflächen-, Träger- und Stabilisierungslagen sowie größere Bauteilbreiten |
Vorteile der Breite 100 cm
Die Breite von 100 cm ist besonders handlich und ermöglicht eine wirtschaftliche Zuschnittplanung für Formen, Verkleidungen, Reparaturflächen sowie kleine und mittlere Bauteile. Das leichte Vlies lässt sich einfach positionieren und kontrolliert in den Laminataufbau integrieren.
Verarbeitung
Position im Laminataufbau
Das Glasvlies wird unmittelbar im oberflächennahen Bereich eingesetzt. Je nach Bauteilaufbau liegt es direkt hinter Gelcoat, Deckschicht oder der später sichtbaren Laminatoberfläche und vor dem gröberen tragenden Verstärkungsmaterial.
Tränken
Das Vlies vollständig mit Harz benetzen. Aufgrund des geringen Flächengewichts genügt eine vergleichsweise kleine Harzmenge. Zu viel Harz erzeugt lediglich eine unnötig dicke und schwere Oberflächenschicht.
Faltenfrei einlegen
Das dünne Vlies möglichst faltenfrei auflegen und vorsichtig an die Bauteilgeometrie anpassen. Anschließend die tragenden Gewebe-, Gelege- oder Mattenlagen entsprechend dem vorgesehenen Laminataufbau aufbringen.
Vakuumverfahren
Das Oberflächenvlies kann neben dem Handlaminieren auch in geeigneten vakuumunterstützten Verfahren eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass es vollständig benetzt und gleichmäßig in den Laminataufbau integriert wird.