Sehr leichtes E-Glasgewebe mit nur 25 g/m² für dünne Beschichtungs- und Decklagen.
Besonders geeignet für Holz- und Furnierbeschichtungen, Tragflächen im Modellflugzeugbau sowie leichte Decklagen auf Sandwichstrukturen. Die Breite von 110 cm bietet eine gute Handhabung bei kleineren bis mittleren Bauteilen und ermöglicht sehr leichte Laminataufbauten mit geringer zusätzlicher Dicke.
International Style 106 (vormals Interglas 02034) mit Finish FE 800 ist ein sehr feines E-Glasgewebe in Leinwandbindung. Mit einem Flächengewicht von nur 25 g/m² wird es bevorzugt eingesetzt, wenn eine möglichst leichte und dünne Glasfaserlage benötigt wird.
| International Style |
106 (vormals Interglas 02034) |
| Fasertyp |
E-Glas |
| Flächengewicht |
25 g/m² |
| Finish |
FE 800 |
| Webart |
toile |
| Garn Kette / Schuss |
EC 5-5,5 / EC 5-5,5 |
| Fadenzahl Kette / Schuss |
22,0 / 22,0 Fd./cm |
| Gewebedicke |
ca. 0,03 mm |
| Breite |
110 cm |
Vorteile des Gewebes
Mit nur 25 g/m² gehört International Style 106 zu den besonders leichten Glasfasergeweben. Die feine Leinwandbindung mit gleicher Garnfeinheit und Fadenzahl in Kett- und Schussrichtung ergibt eine gleichmäßige Gewebestruktur und eine ausgewogene Faserverteilung in beiden Hauptrichtungen.
Seine Stärke liegt insbesondere in Anwendungen, bei denen Oberflächen mit einer dünnen Glasfaserlage verstärkt oder beschichtet werden sollen, ohne Gewicht und Bauteildicke unnötig zu erhöhen. Das ist beispielsweise bei Holz- und Furnieroberflächen sowie leichten Tragflächen im Modellflugzeugbau von Vorteil.
Die Leinwandbindung besitzt eine gute Schiebefestigkeit. Dadurch bleibt die Fadenstruktur beim Zuschneiden und Positionieren vergleichsweise stabil – ein wichtiger Verarbeitungsvorteil bei einem derart feinen Gewebe.
Anwendungsgebiet
Das 25-g/m²-Glasgewebe wird bevorzugt für sehr leichte Beschichtungs-, Oberflächen- und Decklagen eingesetzt. Es ist nicht für den schnellen Aufbau größerer Laminatdicken vorgesehen, sondern für Anwendungen, bei denen eine dünne Glasfaserverstärkung mit möglichst geringer Gewichtszunahme erforderlich ist.
Typische Anwendungen:
- Beschichtung und Verstärkung von Holz- und Furnieroberflächen
- Tragflächenbeschichtungen im Modellflugzeugbau
- Leichte Decklagen auf Waben- und Sandwichbauteilen
- Feine Oberflächen- und Decklagen in GFK-Laminaten
- Leichtbau- und Modellbauanwendungen
- Leiterplatten und technische Laminate
Bei Wabensandwich-Bauteilen sind aufgrund des sehr geringen Flächengewichts mindestens zwei Gewebelagen vorzusehen.
Geeignete Harzsysteme
Das Glasgewebe kann mit geeigneten Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharzen verarbeitet werden. Für dünne Beschichtungen und leichte Laminataufbauten sind niedrigviskose Laminierharze vorteilhaft, da sich das feine Gewebe damit gleichmäßig tränken lässt.
Für Holz- und Furnierbeschichtungen sowie anspruchsvolle Leichtbauanwendungen werden häufig Epoxidharzsysteme eingesetzt, insbesondere wenn eine gute Haftung auf dem Untergrund und hohe mechanische Eigenschaften gefordert sind.
Rechnerische Daten für Handlaminate mit 35 Vol.-% Fasern
| Harzverbrauch |
20 g/m² |
| Laminatdicke |
0,027 mm |
| Laminatgewicht |
45 g/m² |
Vorteile der Breite 110 cm
Die Breite von 110 cm ist besonders handlich bei kleineren und mittleren Bauteilen, Tragflächen und Holzoberflächen. Das sehr leichte Gewebe lässt sich in dieser Breite gut auslegen, positionieren und zuschneiden.
Bei Bauteilen, die keine größere Materialbreite erfordern, kann die 110-cm-Ausführung zudem eine bessere Materialausnutzung ermöglichen und den Verschnitt gegenüber einer breiteren Gewebevariante reduzieren.
Technische Hinweise
Verarbeitung sehr leichter Glasgewebe
Das trockene Gewebe sollte sorgfältig zugeschnitten und möglichst verzugsfrei positioniert werden. Trotz der vergleichsweise stabilen Leinwandbindung erfordert ein Gewebe dieser Gewichtsklasse eine entsprechend sorgfältige Handhabung.
Harzauftrag
Bei nur 25 g/m² ist ein sparsamer und gleichmäßiger Harzauftrag besonders wichtig. Harzüberschuss erhöht Laminatgewicht und -dicke, ohne den Faseranteil und damit die faserbedingte Verstärkungswirkung zu erhöhen.
Beschichtung von Holz und Furnier
Das geringe Flächengewicht ermöglicht eine sehr dünne Glasfaserverstärkung bei geringer zusätzlicher Masse. Der Untergrund sollte sauber, trocken und für das verwendete Harzsystem geeignet sein.
Sandwichbauteile
Bei Wabensandwich-Bauteilen sind mindestens zwei Gewebelagen vorzusehen. Der darüber hinaus erforderliche Laminataufbau richtet sich nach Kernwerkstoff, Bauteilgeometrie und mechanischer Beanspruchung.
Leinwandbindung
Die Leinwandbindung zeichnet sich durch eine hohe Anzahl von Fadenkreuzungen und damit eine gute Schiebefestigkeit aus. Dies erleichtert das verzugsarme Zuschneiden und Handhaben. Für stark dreidimensional geformte Bauteile sind Köper- oder Atlasbindungen in der Regel besser drapierbar.