Feine Glasfasermatte mit 225 g/m² – ideal für dünnere GFK-Laminate, Reparaturen und einen präzise abgestuften Schichtaufbau.
Die pulvergebundene E-Glas-Kurzfasermatte lässt sich leicht zuschneiden, gut tränken und beim Laminieren flexibel an Bauteilkonturen anpassen. Mit einer rechnerischen Laminatdicke von ca. 0,58 mm je Lage ermöglicht sie einen besonders kontrollierten Dickenaufbau. Die Breite von 127 cm eignet sich sowohl für kleinere Reparaturen als auch für größere zusammenhängende Zuschnitte.
Die Glasfasermatte besteht aus geschnittenen, regellos in der Fläche orientierten E-Glasfasern. Dadurch entsteht eine weitgehend richtungsunabhängige Verstärkungswirkung in der Laminatebene – ein wesentlicher Vorteil bei Bauteilen, bei denen keine ausgeprägte Hauptbelastungsrichtung vorgegeben ist.
Mit 225 g/m² ist sie die leichte Qualität innerhalb der klassischen Glasmatten-Reihe. Pro Lage wird vergleichsweise wenig Material eingebracht, sodass sich die gewünschte Laminatdicke fein dosiert aufbauen lässt. Das ist insbesondere bei dünnwandigen Formteilen, Reparaturen, Übergängen und kleineren Bauteilen von Vorteil.
Die 50 mm langen Glasfasern werden durch einen Pulverbinder zusammengehalten. Beim Tränken wird die Matte weich und formbar, sodass sie sich gut an Rundungen, Übergänge und Bauteilkonturen anlegen lässt.
| Fasertyp | E-Glas |
| Ausführung | Kurzfasermatte, pulvergebunden |
| Flächengewicht | 225 g/m² ± 5 % |
| Faserlänge | 50 ± 2 mm |
| Garnfeinheit | 15 tex, spinngeteilt |
| Binder | Pulverbinder auf Polyesterbasis |
| Binderanteil | 4,7 ± 1 % |
| Breite | 127 cm |
Vorteile der Glasfasermatte
- leichtes Flächengewicht für fein abgestufte Laminatdicken
- weitgehend richtungsunabhängige Verstärkung in der Fläche
- gute Anpassung an Rundungen und Bauteilkonturen
- ideal für dünnwandige Bauteile und Reparaturbereiche
- einfache Verarbeitung im klassischen Handlaminierverfahren
- 127 cm Breite für flexible Zuschnittgrößen
Anwendungsgebiet
Die 225-g/m²-Glasfasermatte eignet sich besonders für Bauteile, bei denen die Laminatdicke kontrolliert in kleineren Schritten aufgebaut werden soll. Aufgrund ihres vergleichsweise geringen Flächengewichts lässt sie sich gut an kleinere Radien und wechselnde Konturen anpassen und ist damit auch für Reparaturarbeiten sehr praktisch.
Typische Anwendungen:
- kleinere und dünnwandige GFK-Bauteile
- Reparaturen und lokale Verstärkungen
- Formen- und Modellbau
- Verkleidungen und Abdeckungen
- Boots- und Fahrzeugbauteile
- Teich- und Behälterbeschichtungen
- mehrlagige GFK-Laminataufbauten
Geeignete Harzsysteme
Die pulvergebundene Glasfasermatte ist besonders gut für die Verarbeitung mit Polyester- und Vinylester-Laminierharzen geeignet. Der Binder löst sich beim Kontakt mit styrolhaltigem Harz schnell an, wodurch die Matte weich und gut formbar wird.
Auch die Verarbeitung mit geeigneten Epoxidharzsystemen ist möglich. Da Epoxidharze den Pulverbinder anders beeinflussen als styrolhaltige Harze, kann die Matte dabei etwas länger ihre ursprüngliche Struktur behalten und weniger weich werden. Für stark konturierte Bauteile sollte dies bei der Verarbeitung berücksichtigt werden.
Rechnerische Daten für Handlaminate mit 15 Vol.-% Fasern
| Harzverbrauch | ca. 563 g/m² |
| Laminatdicke je Lage | ca. 0,58 mm |
| Laminatgewicht | ca. 788 g/m² |
Die Werte sind rechnerische Richtwerte. Der tatsächliche Harzverbrauch und die erreichte Laminatdicke hängen unter anderem von Harzsystem, Verarbeitung und Verdichtung ab.
Welche Glasmatte ist die richtige?
| Flächengewicht | Laminatdicke je Lage* | Typischer Einsatz |
| 225 g/m² | ca. 0,58 mm | dünnere Laminate, Reparaturen, fein abgestufter Schichtaufbau |
| Glasfasermatte 300 g/m² ansehen → | ca. 0,77 mm | universelle Standardqualität für allgemeine Laminierarbeiten |
| Glasfasermatte 450 g/m² ansehen → | ca. 1,15 mm | größere Laminatdicken und schneller Materialaufbau mit weniger Lagen |
* Rechnerische Werte bei 15 Vol.-% Faseranteil.
Vorteile der Breite 127 cm
Die Breite von 127 cm bietet viel Flexibilität beim Zuschnitt. Kleinere Reparaturstücke können wirtschaftlich zugeschnitten werden, gleichzeitig lassen sich bei größeren Bauteilen breite zusammenhängende Lagen verarbeiten. Dadurch kann die Zahl unnötiger Stöße und Überlappungen reduziert werden.
Künstlerische und dekorative Anwendungen
Die charakteristische, regellose Faserstruktur der Glasfasermatte kann auch gezielt als sichtbares Gestaltungselement eingesetzt werden. Für transparente oder dekorative Anwendungen empfehlen wir das hochtransparente Epoxidharz HT 2 + Härter HT 2 (Bestell-Nr. 105100). Es eignet sich besonders, wenn die typische Glasfaserstruktur unter einer möglichst klaren Harzmatrix sichtbar bleiben soll.
Verarbeitungstipps
Tränken
Das Laminierharz zunächst gleichmäßig auf den Untergrund auftragen, anschließend die zugeschnittene Glasfasermatte auflegen und vollständig mit Harz durchtränken. Bei Polyester- und Vinylesterharzen wird die pulvergebundene Matte schnell weich und lässt sich gut an die Bauteilgeometrie anformen.
Entlüften
Lufteinschlüsse mit Laminierpinsel oder Entlüftungsroller sorgfältig ausarbeiten. Die Fasern sollen vollständig benetzt sein; unnötiger Harzüberschuss erhöht dagegen lediglich Gewicht und Harzverbrauch.
Mehrlagiger Aufbau
Mehrere Mattenlagen können nass in nass verarbeitet werden. Die leichte 225-g/m²-Qualität ermöglicht dabei eine besonders feine Abstufung der gewünschten Laminatdicke und eignet sich auch gut zum Ausgleichen von Übergängen und lokalen Verstärkungsbereichen.