Kräftige Glasfasermatte mit 450 g/m² – ideal für schnellen Laminataufbau, größere Wandstärken und robuste GFK-Bauteile.
Die pulvergebundene E-Glas-Kurzfasermatte bringt pro Lage besonders viel Verstärkungsmaterial in das Laminat ein. Mit einer rechnerischen Laminatdicke von ca. 1,15 mm je Lage lassen sich größere Materialstärken mit vergleichsweise wenigen Lagen aufbauen. Die Breite von 127 cm ist besonders praktisch für größere Formen, Schalen, Behälter sowie Boots- und Fahrzeugbauteile.
Die Glasfasermatte besteht aus geschnittenen, regellos in der Fläche orientierten E-Glasfasern. Dadurch entsteht eine weitgehend richtungsunabhängige Verstärkungswirkung in der Laminatebene. Die Matte eignet sich besonders für robuste GFK-Konstruktionen, bei denen ein gleichmäßiger Aufbau ohne ausgeprägte Hauptfaserrichtung gefragt ist.
Mit 450 g/m² ist sie die kräftigste Qualität innerhalb dieser Glasmatten-Reihe. Ihr besonderer Vorteil liegt im schnellen Dickenaufbau: Pro Arbeitsgang wird deutlich mehr Verstärkung eingebracht als bei leichteren Matten. Dadurch können größere Laminatstärken mit weniger Einzelzuschnitten und weniger Lagen hergestellt werden.
Die 50 mm langen Glasfasern werden durch einen Pulverbinder zusammengehalten. Beim Tränken mit einem geeigneten Harzsystem wird die Matte formbar und kann an Rundungen, Flächen und Bauteilkonturen angepasst werden.
| Fasertyp | E-Glas |
| Ausführung | Kurzfasermatte, pulvergebunden |
| Flächengewicht | 450 g/m² |
| Faserlänge | 50 mm |
| Garnfeinheit | 30 tex, spinngeteilt |
| Bindung | Pulverbinder |
| Breite | 127 cm |
Vorteile der Glasfasermatte
- 450 g/m² für einen besonders schnellen Laminat- und Dickenaufbau
- ca. 1,15 mm rechnerische Laminatdicke je Lage
- weniger Einzellagen bei größeren Laminatstärken erforderlich
- weitgehend richtungsunabhängige Verstärkung in der Fläche
- gut geeignet für große und robuste GFK-Bauteile
- einfache Verarbeitung im klassischen Handlaminierverfahren
- 127 cm Breite für großflächige, zusammenhängende Zuschnitte
Anwendungsgebiet
Die 450-g/m²-Glasfasermatte ist die richtige Wahl, wenn größere Laminatdicken wirtschaftlich und mit möglichst wenigen Lagen aufgebaut werden sollen. Sie eignet sich besonders für großflächige und robuste Bauteile, Formen und Beschichtungen.
Gegenüber leichteren Glasmatten wird mit jeder Lage mehr Verstärkungsmaterial eingebracht. Das spart bei größeren Laminatstärken Arbeitsgänge und macht die 450-g/m²-Qualität besonders interessant für größere Projekte.
Typische Anwendungen:
- größere GFK-Formteile und Schalen
- Formen- und Modellbau
- Construction de bateaux et de yachts
- Fahrzeugbauteile
- Behälter und Abdeckungen
- Teich- und Beckenbeschichtungen
- kräftige Hinterbau- und Verstärkungslagen
- mehrlagige GFK-Laminate mit größerer Wandstärke
Geeignete Harzsysteme
Die pulvergebundene Glasfasermatte eignet sich besonders für die Verarbeitung mit Polyester- und Vinylester-Laminierharzen. Beim Kontakt mit styrolhaltigen Harzen wird die Matte weich und lässt sich gut an die Bauteilgeometrie anformen.
Auch geeignete Epoxidharzsysteme können eingesetzt werden. Je nach Epoxidharz kann der Pulverbinder langsamer beeinflusst werden als bei styrolhaltigen Harzen. Für größere, vergleichsweise wenig komplexe Bauteilflächen ist die 450-g/m²-Qualität dennoch sehr gut einsetzbar.
Rechnerische Daten für Handlaminate mit 15 Vol.-% Fasern
| Harzverbrauch | ca. 1.127 g/m² |
| Laminatdicke je Lage | ca. 1,15 mm |
| Laminatgewicht | ca. 1.577 g/m² |
Die Werte sind rechnerische Richtwerte. Der tatsächliche Harzverbrauch und die erreichte Laminatdicke hängen unter anderem vom Harzsystem, der Verarbeitung und der Verdichtung ab.
Welche Glasmatte ist die richtige?
| Flächengewicht | Laminatdicke je Lage* | Typischer Einsatz |
| Glasfasermatte 225 g/m² ansehen → | ca. 0,58 mm | dünnere Laminate, Reparaturen und fein abgestufter Schichtaufbau |
| Glasfasermatte 300 g/m² ansehen → | ca. 0,77 mm | universelle Standardqualität für allgemeine Laminierarbeiten |
| 450 g/m² | ca. 1,15 mm | größere Laminatdicken und schneller Materialaufbau mit weniger Lagen |
* Rechnerische Werte bei 15 Vol.-% Faseranteil.
Vorteile der Breite 127 cm
Die Breite von 127 cm spielt ihre Stärke besonders bei größeren Bauteilen aus. Formen, Schalen, Behälter und großflächige Beschichtungen können mit breiten zusammenhängenden Zuschnitten belegt werden. Dadurch lassen sich die Zahl der Stöße und Überlappungen reduzieren und größere Flächen zügig laminieren.
Künstlerische und dekorative Anwendungen
Die charakteristische regellose Faserstruktur der Glasfasermatte kann auch bewusst als sichtbares Gestaltungselement eingesetzt werden. Für transparente oder dekorative Anwendungen empfehlen wir das hochtransparente Epoxidharz HT 2 + Härter HT 2 (Bestell-Nr. 105100). Es eignet sich besonders, wenn die markante Glasfaserstruktur unter einer möglichst klaren Harzmatrix sichtbar bleiben soll.
Verarbeitungstipps
Tränken
Das Laminierharz zunächst gleichmäßig auf den Untergrund auftragen, anschließend die zugeschnittene Glasfasermatte auflegen und vollständig durchtränken. Bei der 450-g/m²-Qualität besonders darauf achten, dass das Harz die gesamte Mattenstärke durchdringt und keine trockenen Bereiche im Inneren verbleiben.
Entlüften und Verdichten
Die vollständig getränkte Matte sorgfältig mit Laminierpinsel oder Entlüftungsroller bearbeiten. Dadurch werden eingeschlossene Luftblasen entfernt, die Fasern gleichmäßig verteilt und ein homogener Laminataufbau unterstützt.
Mehrlagiger Aufbau
Mehrere Lagen können nass in nass verarbeitet werden. Bei größeren Laminatstärken empfiehlt es sich, jede Lage einzeln vollständig zu tränken und zu entlüften, bevor die nächste Matte aufgelegt wird. Dies erleichtert die Kontrolle der Durchtränkung und sorgt für einen gleichmäßigen Aufbau.
Harzmenge vorbereiten
Mit rechnerisch ca. 1.127 g/m² ist der Harzbedarf pro Lage entsprechend hoch. Bei größeren Flächen sollte deshalb ausreichend Harz bereitstehen. Harz und Härter jedoch nur in Mengen anmischen, die innerhalb der jeweiligen Verarbeitungszeit sicher verarbeitet werden können.